Vorsorge & Rechtliches
Orientierung und rechtliche Klarheit in einer herausfordernden Lebensphase
Sich mit Vorsorge und rechtlichen Fragen zu beschäftigen, fällt vielen Menschen schwer.
Ganz besonders in einer Phase, in der eine schwere oder lebensbegrenzende Erkrankung den Alltag bestimmt. Trotzdem wirkt eine frühzeitige Vorsorge für alle sehr entlastend.
Klare Regelungen helfen dabei, den eigenen Willen zu wahren, Entscheidungen zu erleichtern und Unsicherheiten in belastenden Situationen zu reduzieren.
Die stärksten Vorsorgemöglichkeiten stellen wir Ihnen hier vor:
Zentrales Vorsorgeregister
Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen können im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registriert werden. So ist sichergestellt, dass die Dokumente im Ernstfall durch Gerichte oder behandelnde Ärzte schnell auffindbar sind. Dieser Dienst ist kostenpflichtig.
Zentrales Vorsorgeregister
Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen können im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registriert werden. So ist sichergestellt, dass die Dokumente im Ernstfall durch Gerichte oder behandelnde Ärzte schnell auffindbar sind. Dieser Dienst ist kostenpflichtig.
Patientenverfügung
Mit einer Patientenverfügung legen Sie fest, welche medizinischen Maßnahmen Sie wünschen oder ablehnen, falls Sie selbst nicht mehr entscheidungsfähig sind. Dazu können zum Beispiel lebensverlängernde Maßnahmen, Schmerztherapie oder palliative Begleitung gehören.
Die rechtliche Grundlage ist in § 1827 BGB geregelt. Das Bundesministerium der Justiz und das Bundesgesundheitsministerium stellen hierzu ausführliche Informationen und Formulierungshilfen bereit.
Vorsorgevollmacht
Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmen Sie eine Person Ihres Vertrauens, die Sie rechtlich vertreten darf, wenn Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind. Das betrifft zum Beispiel Entscheidungen zu medizinischen Maßnahmen, Aufenthaltsort oder finanziellen Angelegenheiten.
Eine Vorsorgevollmacht kann helfen, eine gerichtliche Betreuung zu vermeiden und sorgt dafür, dass Entscheidungen im Sinne Ihres Willens getroffen werden.
Betreuungsverfügung
Mit einer Betreuungsverfügung legen Sie fest, wen ein Gericht als rechtlichen Betreuer einsetzen soll, falls eine Betreuung erforderlich wird. Auch hier können Wünsche zur Ausgestaltung der Betreuung festgehalten werden.
Die Betreuungsverfügung ergänzt häufig eine Vorsorgevollmacht, insbesondere für den Fall, dass diese nicht greift oder nicht ausreichend ist.
Neues Betreuungsrecht: mehr Mitbestimmung
Die Reform stärkt die Rechte von Betroffenen und erleichtert es, rechtliche Betreuung einvernehmlich zu regeln, bevor ein fremder Betreuer bestellt werden muss. Informationen zum neuen Betreuungsrecht helfen Ihnen und Ihren Angehörigen, frühzeitig die passenden Regelungen zu treffen und Unsicherheiten zu vermeiden.
Was übernimmt die Krankenkasse?
Viele medizinische und unterstützende Leistungen im Rahmen einer palliativen Versorgung werden von der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung übernommen. Dazu gehören unter anderem:
Medizinische Behandlungskosten: Dazu zählen Untersuchungen, Medikamente (z. B. Diuretika), ärztliche Behandlungen und notwendige Eingriffe wie eine Punktion oder das Legen eines Katheters.
Versorgung mit Medizinprodukten: Dauerhafte Drainage-Systeme wie der drainova®- oder PleurX™-Katheter können ärztlich verordnet und über die Krankenkasse abgerechnet werden. Sie ermöglichen eine symptomlindernde Versorgung auch im häuslichen Umfeld. Auch die Drainage-Reservoire werden als Hilfsmittel über die Krankenkasse abgerechnet.
Palliativversorgung: Palliative Leistungen (ambulant, stationär oder im Hospiz) werden in der Regel von der Krankenversicherung übernommen. Dazu zählen auch spezialisierte Angebote wie die SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung).
Häusliche Pflege: Je nach Pflegegrad kann die Pflegeversicherung Leistungen für ambulante Pflegedienste, Pflegehilfsmittel oder Entlastungsangebote finanzieren.
Psychosoziale und psychoonkologische Betreuung: In vielen Fällen übernehmen Krankenkassen die Kosten für psychologische oder psychoonkologische Unterstützung. Sowohl für Patienten als auch für Angehörige.
ewiApp & Drainagetagebuch: Nutzen Sie gerne auch die Möglichkeiten der ewiApp und führen Sie dort ein Drainagetagebuch über die Anzahl der Drainagen und Drainagemengen. Dies vereinfacht die Dokumentation und ermöglicht Ihnen und Ihrem behandelnden Arzt einen schnellen Überblick.
Die ewimed Drainage-Systeme als Teil der palliativen Behandlung
- selbstständige, schnelle und sichere Drainage zu Hause
- keine weiteren Krankenhausaufenthalte
- einfache und intuitive Handhabung
- keine wiederholten, schmerzhaften Punktionen
- einmaliger, minimalinvasiver Eingriff zur Implantation des Katheters
- höchste Sicherheitsstandards durch Schlüssel-Schloss-Prinzip des Katheters mit Reservoir
- erhöhte Mobilität und Selbstständigkeit für Sie als Patient
- Verringerung der Infektionsgefahr