Unterstützung für Angehörige
Wenn ein Mensch im nahen Umfeld an einem Pleuraerguss oder einer ähnlichen Erkrankung leidet, betrifft das nicht nur die körperlichen Beschwerden – es betrifft das ganze Leben der Familie und Freunde.
Familienangehörige übernehmen oft eine zentrale Rolle in der Betreuung und erleben zugleich selbst erhebliche körperliche, emotionale und soziale Belastungen.
Viele möchten helfen, fühlen sich aber gleichzeitig unsicher, überfordert oder emotional ausgelaugt. Es ist wichtig zu wissen: Auch Angehörige dürfen Unterstützung in Anspruch nehmen und müssen nicht ständig stark sein.
Palliativversorgung bezieht Angehörige ausdrücklich mit ein. Dabei geht es nicht nur um medizinische Fragen, sondern um Orientierung, Entlastung, Gespräche und praktische Unterstützung im Alltag.
Emotionale Herausforderungen für Betroffene
Patient und Angehörige bilden einen Einheit
Palliativversorgung betrachtet Patienten und Angehörige als Einheit. Neben der medizinischen Begleitung spielt psychosoziale Unterstützung eine zentrale Rolle. Sie hilft, Ängste und Unsicherheiten zu reduzieren und gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie Alltag und Pflege besser gelingen.
Die folgenden Angebote zeigen, wie Angehörige konkret unterstützt und entlastet werden können.

Gespräche und psychosoziale Begleitung
Gespräche mit Fachkräften wie Psychologen, Seelsorgern helfen Angehörigen, Sorgen, Ängste und Belastungen einzuordnen und mit der Situation besser umzugehen.

Beratung bei Entscheidungen
Unterstützung bei medizinischen, pflegerischen und organisatorischen Entscheidungen, verständlich und auf die individuelle Situation abgestimmt.

Entlastungsangebote für den Alltag
Hinweise auf ambulante Dienste, Pflegeangebote und weitere Entlastungsleistungen können helfen, Verantwortung zu teilen und Überforderung zu vermeiden.

Unterstützung in Krisensituationen
In akuten Belastungssituationen stehen Ansprechpartner zur Verfügung, die zuhören, Orientierung geben und gemeinsam nach Lösungen suchen.
Wie erhalten Angehörige Unterstützung durch Palliativangebote?
Viele Unterstützungsangebote für Angehörige setzen kein eigenes Antragsverfahren voraus. Oft beginnt der Zugang mit einem Gespräch – und Angehörige können diesen Schritt selbst anstoßen.
Gespräch als erster Schritt
Der Zugang zu Unterstützung beginnt häufig mit einem Gespräch – zum Beispiel mit dem Hausarzt, dem Behandlungsteam im Krankenhaus, dem Pflegedienst oder einem Palliativ- oder SAPV-Team. Angehörige dürfen ihre eigene Belastung offen ansprechen. Ein eigenes Antragsverfahren ist oft nicht nötig.
Begleitung durch Palliativ- und Hospizangebote
Wenn ein Patient palliativ begleitet wird, sind Angehörige mitgemeint. Gespräche, Beratung, Unterstützung in Krisen und Orientierung bei Entscheidungen gehören in der Regel zur Versorgung dazu. Auch ambulante Hospizdienste bieten kostenfreie und niedrigschwellige Begleitung – unabhängig von einer ärztlichen Verordnung.
Angebote vor Ort finden
Krankenkassen und Beratungsstellen helfen bei der Orientierung und vermitteln passende Angebote. Eine bundesweite Übersicht über regionale Palliativ- und Hospizangebote bietet der Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung.
Unterstützung und Entlastung für pflegende Angehörige
Pflegende Angehörige leisten viel. Um diese Aufgabe besser bewältigen zu können, gibt es verschiedene gesetzliche Unterstützungsangebote – von Freistellung im Beruf über Entlastung in der Pflege bis hin zu unabhängiger Beratung.
Pflegezeit & Familienpflegezeit
Sie können sich bis zu 6 Monate vollständig oder teilweise von der Arbeit freistellen lassen (Pflegezeit) oder bis zu 24 Monate mit reduzierter Arbeitszeit (Familienpflegezeit), wenn Sie einen nahen Angehörigen pflegen.
Verhinderungspflege
Wenn Sie selbst einmal krank sind oder eine Pause zur Erholung benötigen, übernimmt die Pflegekasse für bis zu 6 Wochen im Jahr die Kosten für eine Ersatzpflege – z. B. durch eine ambulante Pflegekraft oder eine stationäre Einrichtung.
Kurzzeitpflege
Wenn die Pflege vorübergehend nicht zu Hause möglich ist – etwa nach einem Klinikaufenthalt oder in einer Krisensituation – haben Sie Anspruch auf Kurzzeitpflege in einer stationären Einrichtung.
Pflegeberatung
Sie haben Anspruch auf eine kostenlose, individuelle und unabhängige Beratung rund um das Thema Pflege – telefonisch, online oder persönlich vor Ort. Hier erhalten Sie Unterstützung bei Fragen zu Leistungen, Antragstellung und Entlastungsangeboten.
Tipps für Angehörige:
Umgang mit Ängsten und Belastungen
Die Diagnose Pleuraerguss kann Ängste auslösen und Fragen aufwerfen. In unserer Facebook-Gruppe „Leben mit Pleuraerguss & Aszites“ finden Betroffene und Angehörige die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen und Erfahrungen zu teilen.
Um mit Ängsten und Belastungen besser umgehen zu können, sind folgende Ansätze hilfreich:
Sprechen Sie offen mit Angehörigen und Behandelnden – Offenheit schafft Vertrauen und reduziert Unsicherheiten.
Akzeptieren Sie Veränderungen, ohne den Blick für schöne und bedeutungsvolle Momente zu verlieren.
Sorgen Sie gut für sich selbst – leichte Bewegung, gute Ernährung, kleine tägliche Rituale können den Alltag strukturieren.
Schaffen Sie bewusste Glücksmomente, etwa durch Musik, Natur, Gespräche oder Erinnerungen.
Nehmen Sie Hilfe an – Sie müssen nicht alles allein bewältigen.
Fragen, die Patienten und Angehörige häufig stellen
Angehörige können – wenn sie möchten – angeleitet und unterstützt werden. Sie müssen dies jedoch nicht allein leisten. Pflegedienste und spezialisierte Versorgungsangebote begleiten die Anwendung.
Palliativversorgung ist eine ganzheitliche Begleitung für Menschen mit einer schweren, fortschreitenden oder lebensbegrenzenden Erkrankung. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern, Sicherheit zu geben und die Lebensqualität zu erhalten. Dabei stehen die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse des Patienten im Mittelpunkt.
Nein. Palliativversorgung bedeutet nicht, auf Behandlung zu verzichten. Sie ergänzt bestehende Therapien dort, wo zusätzliche Unterstützung nötig ist. Behandlungen werden so angepasst, dass sie zur aktuellen Lebenssituation passen und entlastend wirken.
Palliativversorgung kann bereits früh im Verlauf einer schweren Erkrankung beginnen – nicht erst am Lebensende. Entscheidend ist der Unterstützungsbedarf, zum Beispiel bei belastenden Symptomen, Unsicherheiten oder zunehmender Komplexität der Versorgung.
Palliativversorgung ist für Menschen mit schweren, häufig lebensbegrenzenden Erkrankungen gedacht – unabhängig von Alter oder Diagnose. Sie richtet sich auch ausdrücklich an Angehörige und nahestehende Personen.
Pleuraerguss und Aszites treten häufig als Begleitsymptome schwerer Grunderkrankungen auf und können stark belasten. Palliativversorgung zielt darauf ab, Beschwerden wie Atemnot, Druckgefühl oder Schmerzen zu lindern und den Alltag zu erleichtern.
Angehörige können – wenn sie möchten – angeleitet und unterstützt werden. Sie müssen dies jedoch nicht allein leisten. Pflegedienste und spezialisierte Versorgungsangebote begleiten die Anwendung.
Ja. Auch wenn die Grunderkrankung nicht heilbar ist, können Pleuraerguss und Aszites gezielt behandelt werden – zum Beispiel durch Punktionen oder dauerhafte Drainage-Systeme. Ziel ist es, Symptome zu lindern und Lebensqualität zu verbessern.
Ja. Gerade in palliativen Situationen kann eine Drainage helfen, belastende Symptome zu lindern und mehr Selbstbestimmung zu ermöglichen. Die Entscheidung erfolgt individuell und in enger Abstimmung mit dem Behandlungsteam.
Die ewimed Drainage-Systeme als Teil der palliativen Behandlung
- selbstständige, schnelle und sichere Drainage zu Hause
- keine weiteren Krankenhausaufenthalte
- einfache und intuitive Handhabung
- keine wiederholten, schmerzhaften Punktionen
- einmaliger, minimalinvasiver Eingriff zur Implantation des Katheters
- höchste Sicherheitsstandards durch Schlüssel-Schloss-Prinzip des Katheters mit Reservoir
- erhöhte Mobilität und Selbstständigkeit für Sie als Patient
- Verringerung der Infektionsgefahr